Das Tätowieren als Richtung der Kosmetologie ist relativ jung. Es wurde Ende der 1970er Jahre von der amerikanischen Visagistin Pati Pavlik der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Sie verwendete eine elektrische Tätowiermaschine, die bereits 1891 patentiert worden war, und veränderte den Aufbau etwas, um dünnere Nadeln zu verwenden. Pati Pavlik konnte gut werben und machte das Permanent Make-up dadurch schnell zu einem Trend. Die Behandlung war so gefragt, dass Pavlik das Schminken aufgab und nur noch Tätowierungen anbot.
Im Jahr 1989 gründete sie die National Permanent Make-up Association. Ihre Kolleginnen und Konkurrentinnen Susan Church und Susan Preston riefen bald zwei weitere gemeinnützige Vereinigungen von Tätowierern ins Leben – die Society of Permanent Make-up Professionals und die American Academy of Micropigmentation. Seit 2001 erscheint Cosmetech, der weltweit erste Permanent-Make-up-Almanach.
Die Geschichte des modernen Tätowierens beginnt also in den späten siebziger Jahren. Versuche, permanentes Augen-Make-up zum Trend zu machen, gab es jedoch schon viel früher. Ende des 19. Jahrhunderts tätowierte ein gewisser Dr. Crowell Beard nachweislich eine Art Augen-Tätowierung bei einer Patientin. Tätowierungen auf der Haut von Frauen in jeglicher Form galten damals als inakzeptabel und so ging das Experiment in der Geschichte unter.